Gute Artikel

Auf dieser Seite findest du einige Ratschläge für guten Schreibstil. Wir bitten dich, sie zu beherzigen. Fühle dich nicht beschämt oder angegriffen, wenn dein grammatikalisch oder stilistisch überarbeitet wird, denn wir alle lernen voneinander und Heiden helfen gerne. Wenn jemand deine Sätze bearbeitet, bedeutet das nicht, das sie falsch oder schlecht wären, sondern, das man eben alles verbessern kann - oder auch verschlechtern. Bei Grund zur Klage scheibe das bitte zunächst in die Diskussionsseite des jeweilligen Artikels.


Grundsätze

Das wichtigste zuerst: Wie man einen Artikel anlegt:

  • 1. verwende als erstes die Suche: vielleicht existiert bereits der Artikel unter einem anderen Namen, dann baue den bestehenden Artikel aus.
  • 2. Wähle einen klaren Artikelnamen: z.B. „Rübezahl“ und nicht: Sagen von Rübezahl.
  • 3. Trage die Sagen von Rübezahl in dem Artikel direkt ein oder verlinke im Artikel Rübezahl auf die Sage wenn sie einen längeren Text hat.
  • 4. Beschreibe in den ersten Zeilen den Inhalt des Artikels mit knappen Worten. Die ersten Zeilen sollen so etwas wie eine „Definition“ des Artikels sein. Siehe: Musterartikel
  • 5. Trage eine Kategorie in jeden neu angelegten Artikel ein. Überblick über die Kategorien:
  • 6. verwende die bereits bestehenden Kategorien und beachte die Portale bevor Du neue Kategorien oder Portale anlegst.
  • 7. Bei neuen Kategorien oder Portalen achte auf kurzen Text: „Liste der Germanischen Stämme“ kann man auch einfach „Stämme“ nennen.
  • 8. Setzte die Links richtig: [[Die wilde Jagd]] ist falsch, weil es einen Artikel gibt der Wilde Jagd heißt. Also: Die wilde Jagd
  • 9. Mach dich mit dem Wikisystem vertraut: Regeln und schau dir alle Links auf der linken Seite einmal an.


Vorarbeiten und Recherche

Um in einem gelungenen Artikel mitzuwirken, schreibe über Themen, von denen du etwas verstehst. Sei selbstkritisch (!) und konzentriere dich auf dein Spezialgebiet. Als Quellen zur Erstellung eines guten Artikels benötigst du Bücher, Zeitschriften oder stichhaltige Webseiten. (Siehe auch: Bücher finden!)

Wenn du einen Artikel neu anlegen willst, frage dich als erstes, ob er wirklich in die Asawiki passt. Die Richtlinien „Was Asawiki nicht ist“ liefern hierzu Hinweise. Egal wie schön du sie schreibst: Artikel zu Personen, Firmen oder Organisationen unterhalb der Relevanzschwelle riskieren, schnell wieder gelöscht zu werden. Um eventuelle Frustrationen zu vermeiden, ist es deshalb ratsam, vor dem Schreiben zu überprüfen, ob das Thema die Relevanzkriterien erfüllt.

Vor dem Schreiben sind einige Vorarbeiten wichtig. Zunächst solltest du herausfinden, was zum geplanten Thema an Artikeln in der Asawiki schon existiert, damit du nicht Artikel anlegst, die es schon gibt. Nutze ausgiebig die Suchfunktion.

Lege keine Baustellen an. Ein Artikel wird zwar nie ganz fertig, doch lege lieber einen guten kleinen Artikel an als eine Menge Text anzulegen den andere bearbeiten müssen. Laß Dir Zeit und baue ein Thema langfristig aus.

Verständlichkeit

Die Asawiki ist eine heidnische Enzyklopädie mit der Betonung auf germanischem Heidentum (Asatru) und kein Fachbuch und sollte auch für Laien verständlich sein. Wenn das Verständnis eines Themas Spezialwissen erfordert, dann sollte die Einleitung dem Laien ermöglichen, den Artikelgegenstand zumindest einzuordnen.

  • Fachausdrücke, die nicht allgemein bekannt sind, solltest du möglichst sparsam einsetzen. Lässt sich ein Fachausdruck nicht vermeiden, erkläre oder ihn. Behandle in diesem Fall die einfacheren Aspekte des Themas möglichst am Anfang und die schwierigeren am Ende des Artikels.
  • Bei Fremdwörtern ist es oft sinnvoll, ihr deutsches Gegenstück zu gebrauchen: „Hörsaal“ statt „Auditorium“, „Unterschied“ statt „Differenz“, „herausfinden“ oder „ermitteln“ statt „eruieren“. Andererseits muß man gebrächliche Fremdwörter wie "Kalender" nicht zwanghaft mit "Jahrweiser" eindeutschen.
  • Verwende die deutschen Buchstaben, damit der Suchende den Artikel auch finden kann. Vermeide daher skandinavische Sonderzeichen beim Namen des Artikels. Die "þulur" werden nicht gefunden wenn jemand die Sonderzeichen nicht kennt. Verwende beim Artikelnamen statt dessen "Thulur" und erst im Artikel selbst zur korrekten Bezeichnung die Sonderzeichen.

Artikel sollten

  • soweit allgemeinverständlich wie möglich sein aber das jeweilige Thema in angemessener Breite und Tiefe darstellen, und
  • den Zugang zum Thema so einfach wie möglich gestalten (besonders in der Definition und Einleitung, da diese i.a. zuerst gelesen werden).

Richtigkeit

Die Asawiki ist, wie auch die Wikipedia, eine Enzyklopädie und keine Sammlung von Vermutungen; sie dient zur Vermittlung von Wissen. Glaubensbestandteile haben hier keine Relevanz, auch wenn es sich bei Asatru um eine Religion handelt.

Aufbau eines Artikels

Zu formalen Konventionen, die ein guter Artikel beachten sollte, siehe Asawiki:Musterartikel und allgemeiner Asawiki:Formatierung. Die folgenden Abschnitte konzentrieren sich auf den Inhalt.

Begriffsdefinition und Einleitung

Der erste Satz kennzeichnet den Gegenstand des Artikels treffend. Beispiel zum Artikel Odin:

  • Odin oder südgermanisch Wodan altisländisch Óðinn, altenglisch Wóden, altsächsisch Uuoden, Woden. Althochdeutsch Wuotan, gemeingermanisch *Wôðanaz ist der Hauptgott in der nordisch-germanischen Mythologie und Religion, wie sie in den eddischen Dichtungen vorgestellt wird.

Unmittelbar darauf sollte eine kurze Einleitung mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte des Artikelinhalts folgen. Die Einleitung sollte dem Leser einen Überblick über das Thema ermöglichen und für sich genommen bereits das Lemma ausreichend erklären. Es empfiehlt sich vor allem bei Personenartikeln, an dieser Stelle bereits die gesellschaftliche Bedeutung des Themas kurz zu nennen, aber ohne diese in Streitsätzen selbst zu verteidigen. Dies verringert das Risiko von Löschanträgen aus Unwissenheit des Antragsstellers.

  • Der Leser sollte die Einleitung mit einem Blick erfassen können. In ihr sind Hauptsätze besonders wichtig. Kurze, einfache und aussagekräftige Formulierungen sind besser als lange oder geschachtelte Erklärungen.
  • Verweise stets kurz auf die historische Bedeutung des Begriffs, sofern es sich nicht selbst um ein historisches Thema handelt.
  • Erwähne Superlative (ältester, größter) in der Einleitung nur, wenn sie zur Erklärung des Themas maßgeblich beitragen. Andere Superlative gehören an passende Stellen im Fließtext.

Überschriften und Absätze

Nach der Einleitung beginnt der Hauptteil des Artikels, der ab hier mit Überschriften gegliedert werden kann. Die erste Überschrift sollte den wichtigsten Teil der Erklärung oder geschichtliche Aspekte enthalten. Ab drei Überschriften wird automatisch ein Inhaltsverzeichnis angelegt, das dann im Artikel unmittelbar nach der Einleitung steht. Gliedernde Zwischenüberschriften erhöhen die Lesbarkeit eines Artikel. Hier ist allerdings auf das rechte Maß zu achten: Einzelne Sätze rechtfertigen noch keine eigene Überschrift.

Formuliere Überschriften kurz und prägnant und vermeide Wiederholungen; ganze Sätze, besonders Frage- oder Ausrufesätze als Überschrift untergraben den enzyklopädischen Stil. Überschriften sollten grundsätzlich keine Links enthalten. Auch Doppelpunkte und Gedankenstriche solltest du in Überschriften vermeiden.

Absätze gliedern die Gedanken innerhalb eines Textes. Wenn du einen neuen Satz beginnst, der einen ganz neuen Gedanken einbringt, den alten aber nicht weiterführt, dann musst du davor einen Absatz einfügen. Falls du aber den Gedanken des letzten Satzes weiterführst, ihn vielleicht ausbaust oder verschärfst, dann darf vor diesem Satz kein Absatz stehen.

Länge eines Artikels

Der Artikel sollte eine dem Thema angemessene Länge haben und nicht zu detailliert sein. Gegebenenfalls lassen sich Teile des Artikels in weiterführende Artikel auslagern. In diesem Fall sollte eine ausführliche Zusammenfassung des ausgelagerten Textes an seine Stelle treten. Insbesondere bei sehr langen Artikeln hat es sich bewährt, einzelne Aspekte ausführlicher in so genannten Unterartikeln zu behandeln. So verweist der allgemeine Artikel zur Voluspa einerseits auf die Forschung zur Voluspa, zum anderen auf den Inhalt selbst.

Links

Interne Links sollen in erster Linie zur Verständlichkeit eines Artikels beitragen und daher nur auf zum Verständnis des Themas wichtige Artikel verweisen und nicht auf alle möglichen Wörter verweisen die evtl. von Interesse sein könnten.


Führe unter einem Abschnitt „Weblinks“ eine kleine, sorgfältig zusammengestellte Auswahl externer Links auf, die - wie die Literaturhinweise - weiterführende Informationen bieten. In den Artikeltext selbst gehören keine externen Links. Mehr dazu auf Weblinks.

Literaturhinweise und Quellenangaben

Zu einem guten Artikel gehören – wie in einem gedruckten Lexikon – auch weiterführende Literaturhinweise, die auf einem möglichst aktuellen Stand zu halten sind. Hierfür sind vollständige Literaturangaben notwendig, mit Erscheinungsort, Erscheinungsjahr etc. Die Angabe der ISBN ist zusätzlich hilfreich. Die Bereitstellung kompletter Bibliographien zu einem Thema ist allerdings nicht Sinn und Aufgabe der Asawiki. Verweise auf wenige Standardwerke oder jüngere Publikationen der Forschung reichen aus. Längere Literaturlisten sollten kommentiert werden, um dem Leser die Orientierung zu erleichtern. Mehr dazu auf Asawiki:Literatur.

Für eine Enzyklopädie ist es wichtig, dass die Angaben in den Artikeln überprüfbar sind. Was bei gedruckten Enzyklopädien durch ein verantwortliches Lektorat geschieht, muss in der Asawiki dadurch erfolgen, dass Angaben nachgewiesen werden. Unter Literatur und Weblinks solltest du deshalb die wichtigsten Quellen aufführen, die du für deinen Artikel ausgewertet hast. Insbesondere bei kontroversen Themen ist es wichtig, wichtige oder umstrittene Aussagen mit einer Quellenangabe im Text zu belegen. Die Wikisyntax bietet für Fußnoten hierzu folgende Möglichkeit: <br/> <code>Bourbaki sah demgegenüber Maße und Größen für die Wissenschaft und das tägliche Leben als fundamental<nowiki>&lt;ref>Intégration, chap. I-IV. Deuxième éd. Paris: Hermann 1965&lt;/ref>.</nowiki></code><br/> Die Auflösung der Fußnote erscheint dann an der Stelle im Text, die den [...] Befehl enthält. Mehr dazu auf Asawiki:Quellenangaben.


Illustrationen

Die Bebilderung eines Artikels in Asawiki sollte immer dem besseren Verständnis des Gegenstands dienen, nie allein der Zierde. Passende Illustrationen lockern einen Text auf, riesige Bildergalerien sind auf Wikimedia Commons besser aufgehoben. Ein Kriterium für angemessene Bebilderung ist: Kannst du dich im Text auf das Bild beziehen und etwas Sinnvolles dazu schreiben?

Achte darauf, deine Illustrationen mit einer guten Beschreibung zu versehen. Um Titel, Maler und Entstehungsjahr eines Gemäldes herauszufinden, sollte kein Extra-Klick auf die Bildbeschreibungsseite nötig sein. Mehr dazu auf Asawiki:Artikel illustrieren.

Für alle verwendeten Bilder sollte bezüglich ihrer Lizenz Klarheit herrschen: Sie sollten unter einer freien Lizenz stehen oder gemeinfrei sein. Siehe dazu auch Asawiki:Bilder.

Gerade bei geografischen und historischen Themen ist es sinnvoll, Landkarten einzusetzen. So weiß der Leser sehr schnell, wo ein bestimmter Fluss ist, oder wo das wichtige Ereignis stattfand.

Stil

Schreibe in ganzen Sätzen

Voraussetzung eines guten Asawiki-Artikels sind ganze Sätze; unsere Leser dürfen dabei zu Recht flüssige Formulierungen erwarten. Die Sätze können kurz sein, wichtig ist aber, dass sie eine Aussage enthalten. Aufpassen heißt es hier besonders bei den Verben „sein“ und „haben“ – solche statischen Informationen lassen sich meist in den vorhergehenden oder anschließenden Satz integrieren. „Sie studierte in Heidelberg Theologie. Ihre Lehrer waren X und Y.“ lässt sich bequem umformen in ein eleganteres „Sie studierte bei X und Y in Heidelberg Theologie.“

Verschachtelte Satzkonstruktionen sind meist unnötig und lassen sich mit ein wenig Aufmerksamkeit vermeiden: Statt <br/>„Müller-Demasch nahm an der internationalen Seerechtskonferenz von 1909, bei der er ein stark beachtetes Referat über die Eigentumsverhältnisse an Eisbergen hielt, teil.“ <br/>sollte der Satz lauten: „… nahm an der internationalen Seerechtskonferenz von 1909 teil, bei der er …“ oder noch besser: „… nahm an der internationalen Seerechtskonferenz von 1909 teil. Er hielt dabei …“.

Zur Sache: Konzentration auf das Wesentliche

Das obige Beispiel lässt sich leicht fortführen: Die „Teilnahme“ Müller-Demaschs kann man voraussetzen, wenn er dort ein Referat hielt, also: „… hielt 1909 auf der internationalen Seerechtskonferenz ein Referat …“ und wenn man die Kernbotschaft des Referat kennt, dann sollte die im Vordergrund stehen, also etwa: „… forderte (behauptete, kritisierte …) 1909 auf der internationalen Seerechtskonferenz …“ reicht völlig!

Hauptsachen in Hauptsätze

Ein Satz sollte nicht zu viele verschiedene Themen berühren, und einem wichtigen Ereignis solltest Du einen eigenen Hauptsatz gönnen. Der Asawiki-Leser sollte nicht mit zuvielen Informationen in einem Satz konfrontiert werden.

Ein Beispiel für einen überladenen Satz: Prof. Hackenbruch reiste 1888 zur Erforschung des dort vom Aussterben bedrohten Rauschnabelalbatros nach Madagaskar, wo er 1889 starb.

Vermeide Passagen in Klammern oder Anführungszeichen!

Verben an den Satzanfang

Wer seine Leser erreichen will, der stellt das Prädikat so weit nach vorne wie möglich. Mit günstiger Satzstellung lassen sich auch lange Sätze verständlich fassen. Folgender Satz macht es dem Leser unnötig schwer:

„Beim Speichern deines Beitrags werden die Tilden durch deinen Namen und die Zeit, zu der du deinen Beitrag abgeschickt hast, ersetzt.“

Bedeutend angenehmer zu lesen und zugleich verständlicher wird derselbe Satz in folgender Stellung:

„Beim Speichern deines Beitrags ersetzt die Wiki-Software die Tilden durch deinen Namen und den Zeitpunkt, zu dem du deinen Beitrag abgeschickt hast.“

Der zweite Satz verlangt selbst von einem geübten Autor einige Überlegung. Der Idealfall ist: Die Asawiki-Autoren geben sich Mühe, damit die Leser es leicht haben.

Verwende lebendige Verben

Vorlage:Zitat

Verben sind die Seele des Satzes. Substantivierte Verben wirken spröde und oft ungenau (Nominalstil). Wenn die Texte gespickt sind mit „erfolgt“ und „durchgeführt“, dann „ung-en“ sie ganz bestimmt auch. So wie hier: „Die Durchführung der Aufführung des Stückes erfolgte durch die Schüler.“ Viel besser: „Die Schüler führten das Stück auf.“ Schau dir nach dem Schreiben die Verben an, die du verwendet hast: Findest du dort nur „haben“, „sein“, „erfolgen“ und ähnliche blasse Verben, geh den Text noch einmal durch. Versuche dabei, den Schatz an Verben, den die deutsche Sprache bietet, auszuschöpfen („sein“ in „sich befinden“ und „können“ in „in der Lage sein“ umwandeln gilt nicht!).

Hast du dann ein schönes, treffendes Verb gefunden, vermiese es nicht durch eine Passivkonstruktion. Passivsätze machen einen Artikel steif und langweilig. Beispiel: „Die Ampel wurde von dem Autofahrer übersehen.“ Der Satz in aktiver Form klingt dagegen viel flüssiger und benennt den Handelnden: „Der Autofahrer übersah die Ampel.“

Geteilte Zeitwörter wie "schlagen ... vor" oder "kündigen ... an" sind schwer lesbar und bergen die Gefahr von Missverständnissen –&nbsp;besonders in Verbindung mit Schachtelsätzen. Halte deshalb den Bogen dieser Verben kurz und teile Deine Sätze auf! Beispiel: "Die Bürger schlugen Heinrich Müller, dessen Einsatz mehreren Opfern das Leben rettete (deshalb schlugen sie ihn?) für eine Auszeichnung (ach so!) vor". Besser formuliert ist deshalb: Heinrich Müller rettete vielen Opfern das Leben. Deshalb schlugen die Bürger vor, ihn auszuzeichnen. (Oder: Deshalb schlugen ihn die Bürger für eine Auszeichnung vor.)

Wortwahl

Entferne gegebenfalls Wörter, die weder dem Sinn etwas hinzufügen (d. h. die man ohne Aussageänderung weglassen kann) noch eine wichtige Funktion bei der Gedankenführung erfüllen. Achte auf eine klare und sachliche, das heißt, einer Enzyklopädie angemessenen, Sprache. Der Gebrauch einiger Wörter verletzt gegebenenfalls den Grundsatz des neutralen Standpunkts.

Anglizismen

Grundsätzlich soll auf die Verwendung von vermeidbaren, im allgemeinen Sprachgebrauch unüblichen Anglizismen (Denglisch) verzichtet werden. Benutze also keine Wörter wie „Event“ oder „Location“. Fragwürdig ist auch der Gebrauch deutscher Wörter nach englischen Sprachgebrauch, etwa Sinn machen, das nach makes sense gebildet wird.

Sachlicher, nicht dozierender Schreibstil

Ein Enzyklopädie-Artikel ist kein Vortrag. Formulierungen wie „Bleibt zu erwähnen, dass …“, „… kann nicht behauptet werden“, „… ist zu betonen, dass …“ oder „… ist definitiv falsch.“ sind in einer Enzyklopädie fehl am Platz. Füllsel dieser Art sind so genanntes Geschwurbel, das obendrein den Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzt.

Statt „welcher“, „welche“ oder „welches“ in Relativsätze benutze möglichst „der“, „die“ oder „das“. Auch wenn Du „dieser“, „diese“ oder „dieses“ schreibst (oder liest), probiere stattdessen „der“, „die“ oder „das“ aus. Die kürzeren Worte klingen vielleicht weniger gelehrt, aber der ganze Text ist flüssiger lesbar und klingt angenehmer.

Grammatik

Ein Artikel muss grammatikalisch korrekt sein.

Fremdwörter werden nach den deutschen Grammatikregeln dekliniert. Korrekter Plural von Lady ist Ladys. Wohlgemeint, aber falsch ist Ladies.

Eine häufige Stolperfalle ist die Dativform der Umgangssprache. Beispielsweise klingt die grammatikalisch korrekte Form wegen des Gewitters eleganter als die bequemere alltagssprachliche Formulierung wegen dem Gewitter.

Zeitangaben

Vermeide indexikalische Ausdrücke wie „im vorigen Jahr“, „letzte Woche“, „vor kurzem“, „derzeit“; Alle zeitlichen Bezüge müssen aus dem Zusammenhang hervorgehen, oder es muss ein klares Datum angegeben werden. Siehe auch Datumskonventionen.

Füge zu sich verändernden Sachverhalten immer den Zeitpunkt hinzu, an dem sie gültig waren. Beispiel: Politiker sind nur ein paar Jahre im Amt. Schreibe also: „Bürgermeister ist Herr Meier (Stand 200x)“. Sonst ist der Artikelinhalt nach der nächsten Wahl falsch. Themenunkundige Leser erkennen nicht ohne Weiteres, dass der Artikel noch nicht aktualisiert wurde.

Je nach Thema sind in Asawiki Präsens (Gegenwartsform) oder Präteritum (Vergangenheitsform) angebracht. Wenn du dich für eine Zeitform entschieden hast, wechsle nicht unbegründet zwischen den Zeiten.

Abkürzungen

Die Asawiki ist kein Kleinanzeigenmarkt, wo Zeichen sparen Geld sparen bedeutet. Für Artikel ist reichlich Platz vorgesehen. Verwende daher möglichst keine Abkürzungen. Das gilt auch für die Kürzel von metrischen Einheiten im Fließtext. Kürze den Artikelnamen grundsätzlich nie ab.

Viele Abkürzungen lassen sich vermeiden: Statt „z.&nbsp;B.“ kann man so auch „beispielsweise“ schreiben, statt „i. d. R.“ auch „meistens“ oder einfach nur „meist“. Das Wort „beziehungsweise“, abgekürzt „bzw.“, das aus der Kanzleisprache stammt, lässt sich meist besser durch „oder“ ersetzen. Falls tatsächlich ein Bezug auf zwei verschiedene Substantive vorliegt, kann man es manchmal vorteilhafter durch „und im anderen Fall“ oder schlicht durch „und“ ausdrücken.

Organisationsnamen, die man allgemein nur in abgekürzter Fassung verwendet, kann man dagegen auch in der Asawiki abkürzen – am besten mit einer Auflösung der Abkürzung, wenn sie das erste Mal auftritt: Verwende statt „Allgemeiner Deutscher Automobil Club“ bevorzugt „ADAC“, statt „North Atlantic Treaty Organisation“ „NATO“ oder „BGB“ statt „Bürgerliches Gesetzbuch“.

Zurückhaltung bei Listen

Listen und Tabellen können gelegentlich eine sinnvolle Ergänzung eines Artikels sein, mehr aber auch nicht. Eine Enzyklopädie dient nicht dazu, Daten und Fakten aufzuzählen, sondern Wissen zu vermitteln und Zusammenhänge zu erläutern.

Typografie

Die Grundregel der Typografie ist der Verzicht: Sei sparsam mit Auszeichnungen! Ein Artikel, in dem jedes zweite Wort kursiv oder fett ist, wirkt unruhig und liest sich schlecht. In der Regel sollte nur das Stichwort fett ausgezeichnet werden. Fremdwörter kannst du kursiv setzen. Eine Auszeichnung –&nbsp;also Anführungszeichen, fett oder kursiv&nbsp;– sollte genügen.

Ein häufiger Fehler ist das so genannte „Plenken“. Vor dem Satzzeichen darf nach den Regeln der deutschen Zeichensetzung kein Leerzeichen stehen. Korrekte Anführungszeichen hingegen erfordern zwar den einen oder anderen Klick mehr, sehen aber schlicht schöner aus. Mehr ins Detail geht der dazugehörige Artikel „Typografie“.

Konventionen zu einzelnen Themen

Ergänzend zu den allgemeinen Konventionen existieren für diverse Themenbereiche Hilfestellungen und Leitlinien, die die allgemeinen Leitlinien ergänzen.

Literatur

<!-- Formatierung mit Vorlage:Literaturnachweis siehe Versionsgeschichte http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Wie_schreibe_ich_gute_Artikel&oldid=22388701 in Berarbeitung -->

  • Ludwig Reiners: Stilfibel. Der sichere Weg zum guten Deutsch. dtv, München o. J., ISBN 3-423-30005-1.
  • Wolf Schneider: Deutsch für Profis. Goldmann, München 1999, ISBN 3-442-16175-4.
  • Wolf Schneider: Deutsch für Kenner. Die neue Stilkunde. Piper, München 1999, ISBN 3-492-22216-1.
  • Peter Rechenberg: Technisches Schreiben (nicht nur) für Informatiker. 3., erw. und aktualisierte Aufl. Hanser, München und Wien 2006, ISBN 978-3-446-40695-7 <a href="javascript:Pick it!ISBN: 978-3-446-40695-7"><img style="border: 0px none ;" src="http://www.citavi.com/marctest/FindIt.bmp" alt="Pick It!" title='Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen'></a> .
  • Wolfgang Schmale (Hrsg.): Schreib-Guide Geschichte. Schritt für Schritt wissenschaftliches Schreiben lernen. Aus dem Amerikanischen von Birgit Flos. Böhlau Verlag, Wien 1999, ISBN 3-205-99038-2 <a href="javascript:Pick it!ISBN: 3-205-99038-2"><img style="border: 0px none ;" src="http://www.citavi.com/marctest/FindIt.bmp" alt="Pick It!" title='Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen'></a> .
  • Bastian Sick: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Ein Wegweiser durch den Irrgarten der deutschen Sprache. Die Zwiebelfisch-Kolumnen. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2004, ISBN 3-462-03448-0 (KiWi Paperback, Bd.863).
  • Eduard Engel: Deutsche Stilkunst. Temsky u.a., Wien u.a. 1911 (antiquarisch zu erhaltendes und grundlegendes Werk, auf das zahlreiche der o.a. Bücher inhaltlich zurückgreifen).

Weblinks